Landscape Dialogue #5 - Notizen
Wiese hinter Biohof im Entlebuch mit Markus
Juni 2022
Markus: Gut, ich habe das Mail überflogen und ihr seid also von der Hochschule und möchtet mehr über Biolandwirtschaft und Biodiversität erfahren?
Wir nicken vorerst interessiert und lassen Markus weitere fachbezogene und kompetente Erläuterungen zur Tierhaltung, zur letzten Obsternte und über extensiv und weniger intensiv genutzte Wiesen ausführen. Seine gesetzten, bedachten Aussagen geben die langjährigen Erfahrungswerte und die auffällige Sorgfalt der Umgebung wieder.
Markus: Sollen wir um den Hof herum gehen und anschliessend den zweiten Hof im Tal mit der Kuhhaltung besuchen? Ich kann euch dabei die Ausrichtung des Hofs erklären.
Das ist nun der Moment, um den Walk sowie den Dialog zu unserem methodischen Leitfaden und zu den anderen, persönlichen Ebenen seiner Situiertheit in dieser Landschaft hinzuleiten.
Frédéric: Nun, gerne erfahren wir noch mehr über den Betrieb und deinen landwirtschaftlichen Umgang mit dieser Landschaft, aber insbesondere interessiert uns, was du mit und innerhalb dieser Landschaft und der Natur in dieser Umgebung empfindest.
Welche Bedeutungen hat diese Landschaft, wenn du sie nicht nur aus der Perspektive der Landwirtschaft wahrnimmst?
Wohin gehst du, wenn du dich mit dieser Landschaft verbinden willst, und was passiert dann an diesen Orten? Gibt es vielleicht Rituale?
Wir untersuchen die verschiedenen Beziehungsformen mit Landschaft und Umwelt und wollen dabei vor allem auch das ästhetische, sinnliche Empfinden zu erfassen versuchen.
Einen Moment lang herrscht weitgehend Stille. Im Hintergrund legt sich das immer gleichmässige entfernende Rauschen der Fahrzeuge auf der Hauptstrasse in der Talmitte unter das sanfte Grunzen, Quietschen und Schmatzen der Schweine.
Markus: Aha. Gut, dann gehen wir dort hinter dem Heckengraben rechts hoch, in Richtung Waldrand.