
Mit dem ‚sich verlandschaften‘ möchten wir also ein anderes Landschaftsverständnis vorschlagen, das die Aufmerksamkeit auf prozessuale Relationalitäten verschiebt, die kein souveränes, selbstidentisches Subjekt mehr an einen ursächlichen Anfang setzen. Sich hingeben, sich verlieren, sich einlassen in Prozesse voll relationaler Agencies* und mit-wirkender ‚Details‘.
[In der Idee des ‘sich-Verlandschaften’] soll der distanzierte, unmarkierte Standort des nach Überblick strebenden Subjekts verlassen werden, um sich in den irdischen Dreck zu involvieren, in dem unbestimmt ist, wo eines aufhört und die andere beginnt.
Sigrid Adorf/Ines Kleesattel/Léonie Süess: „Editorial. sich verlandschaften – in relationalen Praktiken“. In: INSERT. Artistic Practices as Cultural Inquiries, Ausgabe 5, sich verlandschaften – in relationalen Praktiken