…ich kann hier entlang gehen, ich kann da entlang gehen. Gleichzeitig ist die Entscheidung, wo man entlang gehen kann, bereits gefällt, ich muss mich nicht selber entscheiden, wo genau ich entlang gehe, sondern es hat diese Wege. Es ist irgendwie so praktisch (passend?) Jetzt gehe ich da rechts entlang und dort biege eher links ab.
Friedhof Sihlfeld mit Stephanie
Ingold, Tim. The Perception of the Environment : Essays on Livelihood, Dwelling and Skill. London [etc: Routledge, 2000. Print.
Ich begann erst seit ich in Zürich bin, diese Kreise zu gehen. Und immer wieder den gleichen Weg zu gehen. Wahrscheinlich auch, weil ich hier nicht so viele andere Optionen finde, die mich spannend dünken. Ich gehe nicht gerne ansteigende Wege.
Limmat am Stadtrand mit Nora
Man kann schon durch die Wiesen gehen, aber es ist eigentlich sehr deutlich, wo durchgegangen werden kann. Es gibt auch die «Schermen», die Hüttchen, wenn es regnet, sitzen da immer wieder Leute darunter. Oder Bänkli machen auch mega deutlich, wo kann Platz genommen werden. Aber es ist auch die Mischung aus Natur, die ja wächst, die ja teils schon sehr gepflanzt ist, aber
das Gärtnerteam. Es öffnet so, es ist mega sorgfältig betreut. Und doch bekomme ich hier immer so das Gefühl von «es ist wild». Es erinnert mich teils an Orte aus meiner Jugend, die weniger gemacht sind. Also wie, die Beziehung von: «Wie stark ist etwas gemacht, oder wie stark ist etwas künstlich?» versus «Ah, es ist einfach so gewachsen», ist irgendwie gar nicht so klar. Es ist ja trotzdem auch einfach so gewachsen.
Friedhof Sihlfeld mit Stephanie

Ich bin an einem See aufgewachsen und das sind für mich die melancholisten Wesen, die Seen. Es ist wie gestautes Wasser. Das macht mich irgendwie traurig. So wie eine Tränenpfütze. Das Meer macht mich auch wahnsinnig traurig. Aber der Fluss nicht. Vielleicht hat es auch mit kindlicher Ungeduld zu tun. Ich habe wahnsinnig gerne, wenn es fliesst und ich es sehe. In einem See fliesst es ja auch, aber du siehst es viel schlechter. Und
Limmat am Stadtrand mit Nora
Friedhof Sihlfeld mit Stephanie
Ingold, Tim. The Perception of the Environment : Essays on Livelihood, Dwelling and Skill. London [etc: Routledge, 2000. Print.
its like the atmosphere or how the lake looks with the fog, like now when it is dark and you can see the contrast between the branches and the sky. The trees have no leaves. Then it takes me to other places. Like deeper places.
I don’t think I experienced it ever like so strongly because in Mexico we don’t have the four seasons like here. That you can really feel the winter and you can really feel the summer. And that makes it very special also. Like emotionally.
Seepromenade mit Adriana